Leila ( Lilly, Lisbeth)


 

* September2000  - November 2008


Leila war unser erster Labrador, in manchem nicht so, wie man sich einen Labrador Retriever vorstellt - aber immer freundlich und sanft, der Liebling anderer Kinder in Kindergarten und Grundschule. Kinder, die sonst vor Hunden Angst hatten, trauten sich, Leila zu streicheln.

Leila wiederum hatte Angst vor lauten Geräuschen, vor viel Verkehr, Treppen und ungewohnten Bodenbelägen.


Hunger hatte sie immer und es gab wenig, daß sie nicht fraß. Selbstständig erntete sie meine frisch gepflanzten Kohlrabi, pflückte sich Erd- und Johannisbeeren, liebte den Herbst mit seinem Fallobst - Magen und Darm machten erstaunlich viel mit. Das Öffnen einer Banane konnte sie aus dem tiefsten Schlaf reißen.

An unserem Lieblingsbach hatte sie feste Badestellen, die sie ohne Anreiz von außen aufsuchte, nur um ein paar Runden zu drehen. Kamen im Februar oder März die ersten wärmeren Sonnenstrahlen, ging sie dort schwimmen - dann wussten wir, es wird Frühling.

Sie half mit, alle Welpen zu erziehen, zweimal haben wir sie dabei erwischt, als sie sich einen zwei Wochen alten Welpen aus der Welpenkiste klauen wollte...

Connor nutzte ihre Gutmütigkeit gnadenlos aus, klaute ihren Knochen, legte sich im Auto dreist auf die gemütlich weiche Leila-Unterlage und überrannte sie im Wald häufig, wenn sie nicht rechtzeitig ausweichen konnte.

Durch ihr teilweise recht retrieveruntypisches Verhalten und ihre Ängste haben wir viel gelernt, ohne diese hätte ihr Leben einfacher sein können, vieles bereitete ihr Stress, das für Greta und Connor kein Problem war.

Im Mai 2008 wurde bei ihr das sogenannte Cushing-Syndrom festgestellt, fast täglich ging es ihr schlechter. Wir hofften, etwas mehr Zeit mit ihr zu haben, mussten sie aber im November 2008 mit 8 Jahren gehen lassen.

Die Lücke, die ihr Tod in unserer Familie schaffte, ist noch immer da, wir sind traurig, daß sie unser Leben nicht mehr teilt.