Nach dem Tod unseres Labradormischlings Jeremy  im Jahr 2000 - zu 90 % wohl Terrier - wollten wir so bald keinen Hund mehr, zu weh hatten uns die letzten Wochen getan.

Ganze 2 Wochen hielten wir es ohne Hund aus, dann erfüllten wir uns einen Wunsch, den ich schon hatte, seit ich 18 war, - einen Labrador Retriever.

Jetzt sollte es möglichst schnell gehen, - und natürlich sollte er auch Papiere haben...

Nun, es ging schnell und Papiere hatte sie auch, unsere Leila - allerdings zweifellos nicht die richtigen.

Sie kam aus einem Stall, mehrere Würfe gleichzeitig wurden hier aufgezogen, viele " Zucht"hündinnen, zwei eigene Deckrüden, wenig soziale Prägung. Ihr Leben lang hatte sie Angst, vor Verkehr, lauten Geräuschen, Treppen. Aber sie war eine Seele von Hund, immer sanft und freundlich - jedoch ohne viel Bewegungstrieb.

Schon als Welpe war sie beängstigend brav - und zurückhaltend. Streicheln und Schmusen lernte sie erst mit dem Älterwerden zu genießen, Nähe war schnell zu viel, so wich sie manchem in den ersten Lebensjahren aus.

Ich merkte, hier war sowohl in der Auswahl der Elterntiere, als auch in der Aufzucht viel verkehrt gemacht worden. 

Erst jetzt informierte ich mich so, wie ich es schon früher hätte tun sollen, las viel über Retriever, den DRC und den LCD und im Herbst 2002 kam Greta - Arielle von der Gladbecker Glaake - zu uns.

Ich wurde Mitglied im DRC, trainiere seitdem bei fast jedem Wetter in der Bezirksgruppe Ostwestfalen - Lippe - in der Welpen- und Junghundegruppe, beim Begleithunde- und Dummytraining.

2004 wurde Greta mit bestandenem Wesenstest, Formwert " sehr gut", HD-A geröntgten Hüften und ED-freien Ellbogen zur Zucht zugelassen, zeitgleich wurde auch unser Zwinger " Heiden Snoopers " zugelassen, wir durften nach einem Deckrüden für unseren ersten Wurf suchen und fanden ihn in dem dänischen Rüden Lab Treasure's Best Of All in Dänemark, der uns gesundheitlich - auch nach dem Studium des Stammbaumes -, äußerlich und von seinen Leistungen her gefiel.

Im März 2005 fiel unser A - Wurf, 10 Welpen brachte Greta zur Welt, alle waren und sind gesund und  heute noch glücklich mit ihren Menschen . Der einzige schwarze Rüde hatte uns schon früh im Griff - so blieb er bei uns,  gegen jede Erwartung   (Heiden Snoopers Against All Odds  :-) -  Connor ).


                            

Bei allem, was ich tat, fand ich immer viel Unterstützung, Verständnis und Hilfe bei meiner Familie; sie beschwerte sich nicht über Hundehaare im Essen - egal ob gelb, braun oder schwarz, und machten mir und den Hunden immer die  Zeit fürs Training möglich.Sie fuhren mit mir im Zug in den Urlaub, weil das Auto voll mit Hunden war, sie warfen Dummies, gingen bei jedem Wetter mit  raus , nahmen geklaute Zahnspangen und geräuberte Osterkörbchen in Kauf, lernten, vor dem Anziehen in ihre Schuhe zu sehen... Auch die, wegen unvorhergesehener Welpeneinfälle nicht gerade al dente gekochten Spaghetti sahen sie noch als Nahrung an...

Ganz, ganz lieben Dank an:


                                                      Lea,


                                  Kathi                       





                                           
                                       ... und natürlich Reina !




Auch meine Eltern möchte ich an dieser Stelle erwähnen, die sicher nie daran gedacht haben, mit so vielen Hunden unter einem Dach zu leben und den Garten - und mitunter Apfel und Knäckebrot - mit ihnen zu teilen...

Nicht zuletzt möchte ich noch Dr. Hübner und seiner Frau danken, die uns  während der letzten 10 Jahre immer mit Rat und Tat zur Seite standen und mehr für uns und unsere Tiere taten, als es die meisten Humanmediziner für uns Menschen bisher für nötig hielten.